Kinderschutz im Sport

„Kultur der Aufmerksamkeit fördern“

Mit diesem Ziel gehen wir in Teltow-Fläming an das Thema „Kinderschutz im Sport“ heran und versuchen, mit allen Vereinen in den Dialog zu kommen. Wir sind überzeugt davon, dass eine offene Herangehensweise an die Thematik potentielle Täter abschreckt, Verdachtsfälle aufdeckt und für eine Sensibilisierung aller Beteiligten sorgt.

Das primäre Ziel ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen. Es geht aber auch um den Schutz der Übungsleiter. Es gilt der korrekte Umgang mit den jungen Nachwuchssportlern. Verdachtsmomente bei besonders engagierten Personen können schnell entstehen, diese zu entkräften kann oftmals ein großes Problem darstellen.

In Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Sportjugend wollen wir daher:

  • Informieren
  • Weiterbilden
  • als Ansprechpartner zur Verfügung stehen

Die Aktualität des Themas zeigt eine Veröffentlichung der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) in Kooperation mit der Deutschen Sportjugend. Vertiefende Informationen können auf der Internetseite der DSHS gefunden werden. Wir stellen hier den Ergebnisbericht „zur Analyse von Häufigkeiten, Formen, Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei sexualisierter Gewalt“ vom 23.11.2016 zur Verfügung.

Formen von sexualisierter Gewalt

Grenzüberschreitungen ohne Körperkontakt beinhalten:

  • sich vor Anderen ausziehen müssen
  • exhibitionistische Handlungen
  • sich filmen lassen müssen
  • gemeinsames Anschauen von Pornos
  • vom Trainer oder Anderen in der Dusche oder beim Umziehen beobachten lassen
  • abwertende, anzügliche Kommentierungen des Körpers bei Jungen und Mädchen
  • sexistische Witze und Sticheleien, sexualisierte Sprache

Grenzüberschreitungen mitKörperkontakt beinhalten:

  • angeblich zufällige Berührungen bei Hilfestellungen zwischen den Beinen, am Po, am Busen
  • Zungenküsse
  • Als Pflege getarnte sexuelle Grenzüberschreitungen (z.B. Massagen)

Massive Formen sexueller Gewalt sind:

  • Berührungen der Genitalien durch den Täter
  • Zwang zu sexuellen Handlungen
  • Sexueller Missbrauch
  • Sexuelle Nötigung
  • Vaginale oder anale Penetration
  • Orale, vaginale oder anale Vergewaltigung

Quelle: Broschüre „Kinderschutz im Sport“, Brandenburgische Sportjugend, S. 10

Vorgehensweise bei Verdachtsfällen
  • Anhaltspunkte für eine Gefährdung werden wahrgenommen
  • Kontrolle des Verdachts mit Checkliste und Prüfbogen
  • bei Nichtbestätigung des Verdachts - weiter beobachten
  • bei Bestätigung des Verdachts - Beratung mit dem Team und Vorgesetzten im Verein oder Verband
  • Beratung mit einer insoweit erfahrenen Fachkraft oder legitimierten Beratungsstelle
  • wenn notwendig: Meldung des Falles an das zuständige Jugendamt - Übernahme des Falles durch Sozialarbeiter
  • Erarbeitung  und Einhaltung eines gemeinsamen Schutzplanes mit dem Jugendamt unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes des Kindes oder Jugendlichen
Ansprechpartner und Notfallnummern

Kinderschutzfachkraft im Kreissportbund Teltow-Fläming e.V.
Herr Nico Tennigkeit
Telefon: 0 33 71 - 40 47 76

Jugendamt Landkreis Teltow-Fläming
Frau Becker-Heinrich
Telefon: 0 33 71 - 6 08 35 20

Brandenburgische Sportjungend
Herr Steffen Müller
Telefon: 03 31 - 9 71 98 36

Kinder- und Jugendnotruf TF (24h kostenfrei)
Telefon: 08 00 - 4 56 78 09

Feuerwehr und Rettungsdienst
Telefon: 112

Polizei
Telefon: 110

Krankenhaus Ludwigsfelde
Telefon: 0 33 78 - 82 80

Krankenhaus Luckenwalde
Telefon: 0 33 71 - 69 90

Drogennotruf
Telefon: 0 30 - 12 37

Kindertelefon (bundesweit)
Telefon: 08 00 - 1 11 03 33

Elterntelefon (bundesweit)
Telefon: 08 00 - 1 11 05 50

Weiterführende Informationen