Corona-Spezial Vereinssport

Nachfolgend bieten wir unseren angeschlossenen Sportvereinen eine Übersicht zur möglichen Wiederaufnahme des Sportbetriebs. Wir stellen Verlinkungen zur Verfügung, damit die Aktualität der Dokumente zu jeder Zeit sichergestellt ist.

Bei Rückfragen stehen wir über die bekannten Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung.

09.04.2021 Informationen zur Notbremse für den Sport in Teltow-Fläming
Auszug aus der Eindämmungsverordnung
 
 

Damit es zu einer Lösung der Notbremse vom 24.03.2021 in Teltow-Fläming kommen kann, müssen gemäß der Eindämmungsverordnung die nachfolgenden Kriterien erfüllt werden:

§ 26 Weitere Maßnahmen der Landkreise und kreisfreien Städte

(3) Wird der in Absatz 2 Satz 1 genannte Inzidenz-Wert (100 Neuinfektionen je 100.000 EW) vom zehnten bis zum zwölften Tag der Anordnung ununterbrochen unterschritten und gibt die zuständige Behörde die Unterschreitung in geeigneter Weise öffentlich bekannt, so endet die Anordnung nach Absatz 2 Satz 1 mit Ablauf des Tages, der auf den vierzehnten Tag der Anordnung folgt. Anderenfalls verlängert sich die Anordnung um eine Woche.

Die Verlängerung endet mit Ablauf des Tages, der auf den siebten Tag der Verlängerung folgt, wenn der in Absatz 2 Satz 1 genannte Inzidenz-Wert vom dritten bis zum fünften Tag der Verlängerung ununterbrochen unterschritten wird und die zuständige Behörde die Unterschreitung in geeigneter Weise öffentlich bekannt gegeben hat; Satz 2 gilt entsprechend.

 

23.03.2021 Offizielle Mitteilung des Landkreises - Notbremse für TF
Drei Tage Inzidenz über 100 - Einschränkungen ab 24. März 2021 erforderlich
 

http://www.teltow-flaeming.de/de/aktuelles/2021/03/20210323-corona-notbremse-fuer-lk-tf.php

Auszug für den Sport:

Eine regionale Notbremse in der Corona-Pandemie muss im Landkreis Teltow-Fläming gezogen werden. Hier wurde am 23. März 2021 den dritten Tag in Folge eine 7-Tage-Inzidenz von 100 überschritten.

Damit müssen die Lockerungen, die seit 8. März 2021 galten, wieder zurückgenommen werden. Grundlage dafür ist die aktualisierte 7. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung (§ 26, Absatz 2) vom 19. März 2021.

  1. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung (§ 26, Absatz 2)

Ab 24. März 2021 gelten somit im Landkreis Teltow-Fläming erneut folgende Einschränkungen:

Sport unter freiem Himmel, Museen, Bibiotheken usw.

  • Auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel ist der Individualsport auch für Kinder nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts zulässig.
  • Gedenkstätten, Museen, Ausstellungshäuser, Galerien, Planetarien, Archive und öffentliche Bibliotheken sind für den Publikumsverkehr geschlossen.
23.03.2021 Teltow-Fläming an 3 Tagen hintereinander mit Inzidenz über 100- was nun?
Teltow-Fläming hat heute den 3. Tag in Folge die Inzidenz von 100 überschritten.

Aus gegebenen Anlass möchten wir unsere Sportvereine auf die aktuell gültige Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg hinweisen.

In §26 Absatz 2 kann man nachlesen: „Sobald laut Veröffentlichung des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/corona/fallzahlen-land-brandenburg/) in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb der letzten sieben Tage pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern kumulativ mehr als 100 Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus für mindestens drei Tage ununterbrochen vorliegen, hat die zuständige Behörde die Überschreitung in geeigneter Weise öffentlich bekanntzugeben, sodass in dem betreffenden Landkreis oder in der betreffenden kreisfreien Stadt die folgenden Schutzmaßnahmen ab dem Tag nach der Bekanntgabe für die Dauer von mindestens 14 Tagen angeordnet sind“…

Zwei Punkte halten wir für wichtig und zu beachten:

  1. Es hat eine öffentliche Bekanntgabe durch die zuständige Behörde zu erfolgen, der die weiteren Schritte bzw. Einschränkungen zu entnehmen sind.
  2. Ab dem Tag nach der Bekanntgabe (!) treten diese Einschränkungen dann für eine Dauer von mindestens 14 Tagen in Kraft.

Mit Stand 23.03.2021 10:30h können weder Punkt 1 noch Punkt 2 bestätigt werden. Bisher ist keine Mitteilung auf der Seite des Kreisverwaltung erfolgt. Damit ist zumindest am 23.03. der Sport noch unter freiem Himmel möglich, so wie es in den FAQs des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport beschrieben steht. https://mbjs.brandenburg.de/kinder-und-jugend/weitere-themen/corona-aktuell.html

19.03.2021 Corona-Pandemie: Landesregierung reagiert auf dynamische Entwicklung der Infektionslage in Brandenburger Landkreisen
Für Brandenburgs Kreise und kreisfreie Städte gilt ab Montag eine verschärfte Festlegung zur Eindämmung der Corona-Pandemie: Sobald dort der 7-Tage-Inzidenzwert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, müssen regional Einschränkungen für mindestens 14 Tage vorgenommen werden.

Dies hat das Kabinett am 18.03. in einer informellen Sitzung vereinbart. Die Landräte und Oberbürgermeister wurden bereits informiert. Damit wird in betroffenen Kommunen der dritte Öffnungsschritt gemäß Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 3. März zurückgenommen.

Die aktualisierte Eindämmungsverordnung, die am 19.03. vom Kabinett beschlossen wird, gilt ab Montag, 22. März, 00.00 Uhr, bis 11. April, 24.00 Uhr. Grundlage ist auch die Kabinettsvereinbarung vom vergangenen Dienstag, wonach die Kreise und kreisfreien Städte „rechtzeitig und spätestens ab dem Überschreiten einer 7-Tage-Inzidenz von 100 geeignete Schutzmaßnahmen treffen. Nur so lässt sich ein landeseinheitliches Vorgehen auch künftig aufrechterhalten."

Mit der Rücknahme des dritten Öffnungsschrittes gemäß MPK-Beschluss vom 3. März soll die Entwicklungsdynamik des Infektionsgeschehens in den besonders betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten gebremst werden. Konkret bedeutet das in betroffenen Kreisen / kreisfreien Städten:

    • Die 2-Haushalte-Regelung wird wieder umgestellt auf: 1 Haushalt + eine haushaltsfremde Person (Kinder bis 14 Jahren sind ausgenommen)
    • Der Einzelhandel wird geschlossen (außer Abholmöglichkeiten); nicht geschlossen wird der Einzelhandel des täglichen Bedarfs
    • Individualsport auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel wird auf maximal 2 Personen bzw. die Personen des eigenen Haushalts beschränkt.
    • Kindersport in Gruppen wird vollständig untersagt.
    • Gedenkstätten, Museen, Ausstellungshäuser, Galerien, Planetarien, Archive und öffentliche Bibliotheken werden für den Publikumsverkehr geschlossen.

In Abhängigkeit der regionalen Entwicklung mit weiter steigenden werten sind die Landkreise / kreisfreien Städte aufgefordert, weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Da der MPK-Beschluss im dritten Öffnungsschritt nur diese Punkte aufzählt, bleiben andere Öffnungen bestehen, dazu gehören u. a.:

    • Körpernahe Dienstleistungen unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln
    • Baumärkte
    • Buchhandel, sowie Zeitungs- und Zeitschriftenhandel
    • Baumschulen, Gartenfachmärkte, Gärtnereien und Floristikgeschäfte

Auch der Wechselbetrieb an den Schulen wird gekoppelt an regelmäßige Testungen bis zu den Osterferien weitergeführt.

Quelle: Land Brandenburg

08.03.2021 Infos zur ab dem 08.03.2021 gültigen Eindämmungsverordnung
Ab dem 08. März 2021 gilt für Bandenburg eine neue Eindämmungsverordnung, die auch Lockerungen für den Sport beinhaltet.

Grundsätzlich gilt aktuell, dass wenn die landesweite Inzidenz über 100 steigen sollte, das Kabinett über eine Zurücknahme der Öffnungen beraten wird. Wenn in einem Landkreis oder kreisfreien Stadt die Inzidenz auf über 200 steigt, müssen dort sofort die erfolgten Öffnungen zurückgenommen werden. Den für den Sport gültigen § 12 finden Sie weiter unten in diesem Artikel. Interessant ist hierbei auch die „Quadratmeter-Regelung“ für mehrere Personen auf Außensportanlagen. 

Die Inzidenz für das Bundesland Brandenburg finden Sie hier: https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/corona/fallzahlen-deutschland/

Die Inzidenz für Teltow-Fläming finden Sie hier: http://www.teltow-flaeming.de/de/service/gesundheit/corona-virus-dossier.php

Die Pressemitteilung des Ministeriums finden Sie hier: https://www.brandenburg.de/cms/detail.php/detail.php?gsid=bb1.c.697561.de

Ein Statement des Landessportbundes finden Sie hier: https://lsb-brandenburg.de/ganz-kleiner-hoffnungsschimmer-erste-vorsichtige-oeffnungen-fuer-den-sport/

Die aktuell gültige Eindämmungsverordnung finden Sie hier: https://www.landesrecht.brandenburg.de/dislservice/public/gvbldetail.jsp?id=9067

 

Die FAQ-Seite des MBJS macht folgende Angaben zur Sportausübung:

§ 12

(1) Der Sportbetrieb auf und in allen Sportanlagen im Sinne des § 1 Absatz 2 der Sportanlagenlärmschutzverordnung in Verbindung mit § 3 Absatz 5 Nummer 1 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes ist untersagt. Dies gilt insbesondere für Gymnastik-, Turn- und Sporthallen, Fitnessstudios, Tanzstudios, Tanzschulen, Bolzplätze, Skateranlagen und vergleichbare Einrichtungen.

(2) Absatz 1 gilt nicht für die kontaktfreie Sportausübung auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel mit bis zu zehn Personen in dokumentierten Gruppen. Die Nutzung von Umkleiden und anderen Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen ist untersagt.

(3) Absatz 1 gilt darüber hinaus nicht für die Sportausübung auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel für dokumentierte Gruppen von bis zu 20 Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr; bei der Berechnung der Personenzahl bleibt das begleitende Funktions- oder Aufsichtspersonal unberücksichtigt.

(4) Auf weitläufigen Außensportanlagen dürfen mehrere Personengruppen nach Absatz 2 Satz 1 oder Absatz 3 Sport ausüben, sofern die Betreiberin oder der Betreiber gewährleistet, dass den einzelnen Personengruppen eine Mindestfläche von 800 Quadratmetern zur Sportausübung zur alleinigen Nutzung zugewiesen wird.

(5) Absatz 1 gilt darüber hinaus nicht für

  1. Sportanlagen, soweit in diesen ausschließlich ärztlich verordneter Sport oder Sport zu sozial-therapeutischen Zwecken ausgeübt wird,
  2. den Schulbetrieb und die Kindertagesbetreuung entsprechend § 17 Absatz 2 Satz 1 sowie für Lehrveranstaltungen in der Sportpraxis an Hochschulen,
  3. den Trainings- und Wettkampfbetrieb der Berufssportlerinnen und -sportler, der Bundesligateams sowie der Kaderathletinnen und -athleten der olympischen und paralympischen Sportarten an Bundes-, Landes- oder Olympiastützpunkten, der im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzepts des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet.
08.03.2021 Ganz kleiner Hoffnungsschimmer: Vorsichtige Öffnungen für den Sport
Die Hoffnungen auf einen Schritt in die richtige Richtung, nämlich auf die Laufbahnen, Sportplätze und in die Turnhallen des Landes, waren vor der jüngsten Ministerpräsidentenrunde groß in Brandenburg.

Entsprechend ernüchtert sind die Aktiven nun, dass dieser Schritt vergleichsweise zaghaft und klein ausgefallen ist. Zwar darf ab dem 8. März wieder unter freiem Himmel gemeinsam in einer Gruppe trainiert werden – maximal 20 Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren mit Kontakt bzw. maximal 10 Aktive bei den Erwachsenen ohne Körperkontakt. Aber der komplette Sport unterm Hallendach sowie der Kontaktsport der Erwachsenen im Freien bleiben weiterhin untersagt. Damit bleibt ein Großteil der Brandenburger Aktiven weiter zum Zuschauen verurteilt.

Anders als vom Landessportbund schon vor Wochen in einem an die Landesregierung adressierten dreistufigen Konzept vorgeschlagen, orientieren sich die Lockerungen für den Sport nicht am wiederaufgenommenen Schulbetrieb, sondern weiterhin an den Inzidenzzahlen und bleiben zudem in ihrer Gesamtheit hinter den Erwartungen des Sports zurück. „Das ist ein kleiner, verhaltener Schritt in die richtige Richtung“, findet denn auch LSB-Präsident Wolfgang Neubert, der erneut das Lockerungskonzept des Sportlandes ins Spiel bringt. „Mit der Berücksichtigung des Konzepts hätte das Land sowohl den weiterhin nötigen Pandemiemaßnahmen als auch den großen Hoffnungen aller unserer Sportlerinnen und Sportler Rechnung getragen.“ So sieht das Konzept des Sportlandes in seiner ersten Stufe, die mit der Öffnung der Grundschulen im Wechselunterricht einhergegangen wäre, unter anderem die komplette Rückkehr des Outdoor-Sports sowie des Indoor-Sports für Kinder und Jugendliche vor.

Nach knapp vier Monaten des sportlichen Stillstands wäre das ein durchaus wichtiges Zeichen für den Sport sowie die gesamte Gesellschaft gewesen. Denn schließlich, so Neubert weiter, gehe es nicht nur einfach um den Willen der Aktiven, endlich wieder gemeinsam ihrem Hobby nachgehen zu können. „Wir reden hier vielmehr auch über eine aktive Gesundheitsvorsorge von knapp 350.000 Brandenburgerinnen und Brandenburgern.“ Gerade in Zeiten einer Pandemie sei das ein Argument, das bei Beschlüssen zu den Pandemiemaßnahmen bzw. ihren Lockerungen nicht mehr vergessen werden dürfe.

Die aktualisierte Umgangsverordnung des Landes mit den konkreten Handlungs- und Hygienemaßnahmen der Öffnungen wird in den kommenden Tagen vom Land veröffentlicht und dann auch auf der Homepage des Landessportbundes verlinkt und dargelegt.

Quelle: LSB

03.03.2021 Corona-Hilfe 2021- Ministerium für Bildung, Jugend und Sport setzt Unterstützung für gemeinnützige Vereine und Einrichtungen fort
Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg setzt die finanzielle Hilfe für gemeinnützige Träger von Einrichtungen der Bildung, der Kinder- und Jugendhilfe, der Weiterbildung und des Sports fort. Die Hilfen dienen zur Überwindung von existenzgefährdenden Notlagen, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind und müssen nicht zurückgezahlt werden. Dafür stellt die Landesregierung insgesamt 5 Millionen Euro bis zum 31. Dezember 2021 zur Verfügung.
 

Britta Ernst: „Selbstverständlich unterstützen wir die Einrichtungen der Jugendarbeit, der Weiterbildung, der Kinder- und Jugenderholung und des Sports unseres Ressortbereichs. Das haben wir im Vorjahr getan und das leisten wir auch in diesem Jahr wieder. Wir wissen alle, wie wertvoll diese Arbeit für die Kinder und Jugendlichen unseres Landes, für ihre Entwicklung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt ist.“

Mit der jetzt veröffentlichten Richtlinie MBJS-Corona-Hilfe 2021 verlängert das Ministerium die Hilfen, die seit Ende April 2020 zur Abwendung von Liquiditätsengpässen und wirtschaftlicher Existenznot den Trägern und Vereinen gewährt werden und gut angenommen wurden.

Bis zum 31. Dezember 2020 sind 85 Anträge auf Soforthilfen mit einem Antragsvolumen von rund 5,5 Millionen Euro eingegangen (Sportvereine zählen hier als ein Antrag des LSB). Von diesen sind nach abschließender Prüfung 66 bewilligt und Hilfen in Höhe von insgesamt rund 4,9 Millionen Euro ausgezahlt worden. Die Anträge sind in erster Linie von den Jugendbildungsstätten, dem Jugendherbergswerk, den Kinder- und Jugenderholungseinrichtungen und den Sportvereinen gestellt worden. Darüber hinaus haben anerkannte Weiterbildungsorganisationen, Heimbildungsstätten und außerschulische Lernorte Hilfen erhalten.

Die Hilfen werden als Festbetrag gewährt. Sie entsprechen der Finanzierungslücke, die sich aus den laufenden Kosten/Verpflichtungen nach Abzug aller verfügbarer Einnahmen (z. B. Zuwendungen, sonstige Corona-Hilfen, Kurzarbeitergeld) ergibt. Zur Ermittlung der Finanzierungslücke sind alle erforderlichen Kosten/Verpflichtungen und die ihnen gegenüberstehenden Deckungsmöglichkeiten für den Zeitraum der beantragten Hilfe anzugeben.

Die Corona-Hilfe 2021 wird für drei Monate rückwirkend ab dem 1. Januar 2021, maximal bis zum 31. Dezember 2021, als eine nicht rückzahlbare Leistung als Zuschuss in Form eines Schadensausgleichs gewährt. Erneute Antragstellungen sind möglich. Als finanzieller Schaden gelten seit dem 1. Januar 2021 entstandene und voraussichtliche Liquiditätsengpässe.

Der Antragsteller muss mit dem Antrag versichern, dass er durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten aus den fortlaufenden Personal- und Sachkosten in dem genannten Zeitraum zu zahlen (Liquiditätsengpass).

Antragsberechtigt sind

  • gemeinnützige Träger von Kinder- und Jugenderholungseinrichtungen, die ihre Bildungs- oder Beherbergungseinrichtung im Land Brandenburg haben und gemäß § 85 Absatz 2 Ziffer 3 SGB VIII überörtlich tätig sind,
  • die Jugendbildungsstätten nach Ziffer 5.4.5. der Richtlinie zur Förderung der Jugendbildung und Jugendbegegnung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport vom 1. Januar 2020,
  • das Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Berlin-Brandenburg e. V. für seine in Brandenburg gelegenen Jugendherbergen,
  • gemäß Brandenburgisches Weiterbildungsgesetz (BbgWBG) zum 1. Januar 2020 anerkannte Heimbildungsstätten und Landesorganisationen der Weiterbildung,
  • freie Träger gemäß BbgWBG zum 1. Januar 2020 anerkannter Einrichtungen,
  • der Landessportbund Brandenburg e. V. (LSB) für Sportvereine,
  • überregionale wirksame außerschulische Lernorte im Land Brandenburg in gemeinnütziger Trägerschaft, die schwerpunktmäßig mit spezifischem Angebot Schülerinnen und Schüler ansprechen,
  • andere Träger von Einrichtungen für Leistungen nach §§ 11 bis 14 SGB VIII, wenn sie gemäß § 75 SGB VIII anerkannt sind, ihren Sitz im Land Brandenburg haben und ihre Einrichtungen im Land Brandenburg betrieben werden und die Liquiditätsengpässe nicht auf einer Kürzung öffentlicher Zuwendungen und Zuschüsse beruhen.

Der ausgefüllte Antrag ist auszudrucken, rechtsverbindlich zu unterschreiben und einschließlich Anlagen entweder als Scan oder Foto (als Datei im jpeg- oder pdf-Format) per E-Mail an corona-soforthilfe@mbjs.brandenburg.de oder per Post an das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg bis einschließlich zum 30. November 2021 zu senden.

Sportvereine stellen ihren Antrag bis einschließlich 15. November 2021 direkt an den Landessportbund (LSB) per E-Mail an coronahilfe@lsb-brandenburg.de.

Der gültige Antrag für Sportvereine ist unter www.lsb-brandenburg.de abrufbar.

Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

02.03.2021 Bundesministerium der Finanzen - Antwort zu Reduzierung von Mitgliedsbeiträgen
Das Bundesfinanzministerium hat Stellung zur gemeinnützigkeitsrechtlichen Beurteilung in Bezug auf die Rückzahlung von geleisteten Beiträgen bzw. auf den zukünftigen Verzicht von Beiträgen während Corona genommen.

In unserem Artikel von 05.02. haben wir bereits darauf hingewiesen, dass die Rückzahlung oder das Aussetzen von Mitgliedsbeiträgen die Gemeinnützigkeit gefährden kann, wenn eine vereinsrechtliche Grundlage für diesen Schritt fehlt.

Vereinsrechtlich stellt der Mitgliedsbeitrag kein Entgelt dar, sondern er dient dem Verein zur langfristigen Verwirklichung des Vereinszwecks. Das Bundesfinanzministerium hat Ende Januar eine Anfrage eines Mitglieds des Deutschen Bundestages entsprechend beantwortet. Die Antwort stellen wir Ihnen als PDF-Datei zur Verfügung.

Kernaussage ist, dass es gemeinnützigkeitsrechtlich nur zulässig ist, im Einzelfall, für wirtschaftlich in Not geratene Mitglieder, bereits gezahlte Beiträge zurückzuerstatten oder auf die Erhebung des laufenden Jahresbeitrags zu verzichten. Die Prüfung der Glaubwürdigkeit ist in diesem Fall ausreichend, der Vorgang sollte schriftlich beantragt werden. Diese Regelung gilt bis zum Jahresende 2021.

Der Status der Gemeinnützigkeit gerät dann in Gefahr, wenn ein Verein allgemein geltende Entscheidungen zu diesem Thema trifft und Mitgliedsbeiträge allgemein erlässt oder zum Teil zurückerstattet, nur weil z.B. ausreichend Kapital im Verein vorhanden ist oder die Ausgaben geringer als in "normalen" Zeiten sind.

Zulässig erscheint die Rückzahlung von Kursgebühren, die zusätzlich zu Mitgliedsbeiträgen entrichtet wurden und die coronabedingt nicht durchgeführt werden konnten. Abteilungsbeiträge sind wie Mitgliedsbeiträge zu bewerten. 

Weitere Informationen finden Sie auch im FAQ des Bundesfinanzministeriums auf Seite 27 des Dokuments unter Punkt 12.

14.02.2021 Transparenzregister: Gebührenbefreiung für Vereine möglich
Ein eingetragener Sportverein ist bekanntlich im Vereinsregister enthalten – soweit so gut.

Doch seit 2017 gibt es im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Geldwäsche auch noch das Transparenzregister. In dem müssen alle Gesellschaften und Unternehmen erfasst sein – sowie eben auch Vereine. Allerdings gibt es für die eine Erleichterung. Statt aktiv eine zusätzliche Anmeldung in dieses Register von den Vereinen zu verlangen, hat der Gesetzgeber entschieden, die Daten der Vereine automatisch aus dem Vereinsregister zu übernehmen. Das erspart den Vereinen und ihren Vorständen zwar Arbeit, die fälligen Jahresgebühren (4,80 Euro) für den Eintrag indes nicht.

Auf Antrag aber können sich Sportvereine von dieser Gebührenpflicht zukünftig befreien lassen:

  • Zur Antragstellung bedarf es einer gültigen Emailadresse. Nach der Registrierung und dem Login auf www.transparenzregister.de, bedarf es weiterer Angaben unter dem Menüpunkt „Erweiterte Registrierung aufrufen“.
  • Danach bitte anklicken „Wirtschaftlich Berechtigte in das Transparenzregister eintragen“ unter Art der Registrierung anschließend „Unternehmen/ Institution“ auswählen und auf der nachfolgenden Seite alle erforderlichen Daten eingeben.
  • Im Anschluss steht unter „Meine Daten“ das Antragsformular „Antrag gem. § 24 Abs. 1 Satz 2 GwG“ zur Verfügung. Dieses ist auszufüllen und folgenden Dokumente sind als *.pdf-Datei hochzuladen bzw. innerhalb von 14 Tagen nachzureichen.

Zusätzlich einzureichen sind:

  • Die aktuelle Bescheinigung des Finanzamtes über die Verfolgung des steuerbegünstigten Zweckes im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung
  • Der Nachweis über die Identität des Antragsstellers (z.B. ein Scan des Personalausweises oder Reisepasses)
  • Einen Nachweis, der die Berechtigung belegt, dass der Antragssteller für die Vereinigung handeln darf (z.B. eine Vollmacht oder ein Nachweis der gesetzlichen Vertretungsbefugnis)

Der Antrag ist jährlich zu stellen und eine rückwirkende Befreiung für vor dem Jahr der Antragstellung liegende Gebührenjahre ist nicht möglich gem. § 4 Abs. 3 TrGebV.

12.01.2021 Neue Corona-Regeln: Das gibt’s zu beachten

Die aktuelle und vierte Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg vom 8. Januar 2021 zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie bringt auch für den Sport in der Mark weitere Einschränkungen mit sich – genauso wie erneute Interpretationsspielräume und offene Fragen. Um für etwas mehr Klarheit bei allen Sportlerinnen und Sportlern zu sorgen, hat das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport über die Eckpunkte sowie Auslegungen der Maßnahmen informiert.

1. Auf und in Sportanlagen

Untersagt ist der Sportbetrieb auf und in allen Sportanlagen. Hierzu zählen auch Einrichtungen, die mit der Sportanlage in einem engen räumlichen und betrieblichen Zusammenhang stehen. Untersagt ist – vorbehaltlich des § 12 Absatz 2 – der gesamte Sportbetrieb, das heißt sämtliche Betätigungen, die im weitesten Sinne sportlichen Charakter haben. Umfasst sind damit nicht nur zur körperlichen Ertüchtigung gegebenenfalls nach bestimmten Regeln ausgeübte körperliche Betätigungen, sondern auch rein aus Freude an Bewegung und Spiel ausgeübte Betätigungen. Sportlichen Charakter haben unter infektiologischen Gesichtspunkten regelmäßig auch diejenigen Betätigungen, die zum Teil dem Erlernen von Techniken zum Stressabbau dienen (insbesondere Yoga). Yoga- und Pilatesstudios sind deshalb grundsätzlich vom Anwendungsbereich der Vorschrift erfasst.

Neu ist:

  • Individualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts ist jetzt nur noch unter freiem Himmel möglich, und auch nur soweit keine Nutzung von Umkleiden und anderen Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen erfolgt (§ 12 Absatz 2 Ziffer 1).
  • Es wurde nunmehr ausdrücklich geregelt, dass medizinisch angeordneter Sport und sozial-therapeutischer Sport – wie bisher auch – in und auf Sportanlagen zulässig bleibt (§ 12 Abs. 2 Ziffer 2). Hier gilt kein Indoor-Verbot.
  • Das Nutzungsverbot für Sportanlagen (§ 12) gilt nunmehr nur noch für Sportanlagen im Sinne des § 1 Absatz 2 der Sportanlagenlärmschutzverordnung in Verbindung mit § 3 Absatz 5 Nummer 1 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Ob daher nun mobile Sportanlagen wieder genutzt werden können, wird von den Ministerien derzeit noch geprüft.
  • Neu eingeführt wurde ein 15-km-Umkreis in Hotspots: Sofern die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis/kreisfreier Stadt über 200 liegt, ist der Individualsport-Outdoor auf Sportanlagen im Umkreis von 15 km begrenzt, denn der öffentliche Raum darf zur An- und Abreise nur noch im Umkreis von 15 km betreten werden. Der Umkreis von 15 km beginnt für Einwohnerinnen und Einwohner einer kreisfreien Stadt ab Stadtgrenze, für Einwohnerinnen und Einwohner eines Landkreises ab Landkreisgrenze.  

 2. Sport im öffentlichen Raum, Betreten des öffentlichen Raums

Individualsport allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushaltes im öffentlichen Raum unter freiem Himmel ist weiterhin erlaubt (§ 4 Abs. 1 Ziffer 15 in Verbindung mit § 12 Abs. 2 Ziffer 1). Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit (§ 4 Abs. 3).

  • Bewegung an der frischen Luft im öffentlichen Raum ist weiterhin erlaubt (§ 4 Abs. 1 Ziffer 15) allerdings nur mit Angehörigen eines Haushaltes plus max. 1 weitere Person (§ 4 Abs. 3). Hier zählen Kinder unter 14 Jahren nicht mit.
  • Der öffentliche Raum darf auch weiterhin für die An- und Abreise zur Ausübung des noch zulässigen Individualsports, zur Bewegung an der frischen Luft sowie zur An- und Abreise zur Ausübung von Berufssport betreten werden (§ 4 Abs. 1 Ziffer 8).

Neu eingeführt wurde ein 15-km-Umkreis in Hotspots: Der noch zulässige Sport im öffentlichen Raum ist auf einen 15-km-Umkreis begrenzt, sofern die 7-Tage-Inzidenz über 200 liegt. In § 4 Absatz 2 heißt es: „Sobald laut Veröffentlichung des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/corona/fallzahlen-land-brandenburg/) in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb der letzten sieben Tage pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern kumulativ mehr als 200 Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus vorliegen und die zuständige Behörde die Überschreitung in geeigneter Weise öffentlich bekanntgegeben hat, für die Einwohnerinnen und Einwohner des betreffenden Landkreises oder der betreffenden kreisfreien Stadt ab dem Tag der Bekanntgabe der Aufenthalt im öffentlichen Raum zur Ausübung von Sport nach Maßgabe des § 12 Absatz 2 Nummer 1 sowie zur Bewegung an der frischen Luft nur bis zu einem Umkreis von 15 Kilometern der betreffenden Landkreis- oder Stadtgrenze gestattet ist. Eine Unterschreitung des Inzidenz-Wertes innerhalb eines Gesamtzeitraums von fünf Tagen ist unbeachtlich.“

3. Sport mit Kindern: Wie viele Kinder und/oder Jugendliche dürfen wir dabei haben?

Die Antwort auf die Frage, wie viele Kinder oder Jugendliche jeweils bei der sportlichen Betätigung dabei sein dürfen, unterscheidet sich leider stark und hängt davon ab, ob folgende Situation bejaht werden kann:

  • Individualsport auf einer öffentlichen oder privaten Sportanlage?

Allein, zu zweit oder mit Angehörigen eines Haushaltes – Kinder unter 14 zählen auf der Sportanlage mit  

  • Sport im öffentlichen Raum?

Mit Angehörigen des eigenen Haushaltes plus 1 weitere Person – Kinder unter 14 zählen nicht mit.

  • Bewegung an der frischen Luft im öffentlichen Raum?

Mit Angehörigen des eigenen Haushaltes plus 1 weitere Person – Kinder unter 14 zählen nicht mit.

  • Sport auf Spielplätzen/Spielflächen unter freiem Himmel, die zum öffentlichen Raum zählen?

Mit Angehörigen des eigenen Haushaltes plus 1 weitere Person – Kinder unter 14 zählen nicht mit.

  • Sport auf Spielplätzen/Spielflächen unter freiem Himmel außerhalb des öffentlichen Raumes (z. B. private Anlagen)?

Allein, zu zweit oder mit Angehörigen eines Haushaltes – Kinder unter 14 zählen mit.

  • Begleitete Außenaktivität von Kindern unter 14 Jahren im öffentlichen Raum?

Zahl der begleitenden Erwachsenen/Jugendlichen ist auf 2 begrenzt, sofern aus verschiedenen Haushalten; Zahl der Kinder unter 14 ist unbegrenzt.

4. Kinder- und Jugendsport

Sportangebote für Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr im Rahmen der Jugendarbeit sind weiterhin untersagt (§ 16). Im Umkehrschluss gilt, dass Sportangebote für Kinder unter 14 Jahren weiterhin erlaubt sind. Da auch der öffentliche Raum für begleitete Außenaktivitäten von Kindern unter 14 Jahren geöffnet ist (§ 4 Abs. 1 Ziffer 16), sind begleitete Sportangebote für Kinder unter 14 im öffentlichen Raum weiterhin zulässig. Die Zahl der Kinder ist dabei nicht begrenzt (§ 4 Abs. 3 – Kinder unter 14 zählen nicht mit). Die Zahl der begleitenden Erwachsenen oder Jugendlichen ist auf 2 begrenzt, soweit sie aus verschiedenen Haushalten kommen (§ 4 Abs. 3). Kommen die begleitenden Erwachsenen aus dem gleichen Haushalt ist die Zahl nicht begrenzt (§ 4 Abs. 3). Sportangebote für Kinder im öffentlichen Raum sind also weiterhin zulässig.     

Aktuelle Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg

Quelle: Landessportbund Brandenburg

06.11.2020 Erläuterungsschreiben für das Sportland Brandenburg veröffentlicht
Der Sportbeauftragte des Landes Brandenburg gibt Antworten auf Fragen, die in den letzten Tage vielfach gestellt wurden.

Besonders betriffte es die nicht ganz eindeutig formulierten Regelungen für den Sport im Zusammenhang mit den §§ 12 (Sport) und 16 ( § 11 in der Jugendarbeit).

04.11.2020 Corona & Verlängerung von DOSB-Lizenzen
Eine DOSB Lizenzverlängerung erfordert das Absolvieren von Fortbildungen im Mindestumfang von 15 Lerneinheiten innerhalb des Gültigkeitszeitraumes.

 Aktuell müssen wir Lehrgänge zur Lizenzverlängerung absagen bzw. verschieben, sodass der geforderte Mindestumfang an Fortbildungen nicht immer nachgewiesen werden kann.

Aufgrund der aktuellen Lage können DOSB-Lizenzen im C- und B-Bereich, die innerhalb bzw. zum Ende des Jahres 2020 ungültig werden, bei Bedarf um max. 12 Monate verlängert werden.

Folgende Lizenzen der 1. und 2. Lizenzstufe sind von dieser Regelung eingeschlossen:

  • DOSB Übungsleiter C (sportartübergreifender Breitensport)
  • DOSB Vereinsmanager C
  • Jugendleiter
  • DOSB Übungsleiter B Sport in der Prävention
  • DOSB Übungsleiter B Sport in der Rehabilitation
  • DOSB Übungsleiter B (sportartübergreifender Breitensport)
  • DOSB Vereinsmanager B

Nutzen Sie für die Beantragung bitte die entsprechenden Dokumente auf unserer Webseite >>> Anträge zur Lizenzverlängerung

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht alle DOSB-Lizenzen pauschal verlängern können. Eine Bearbeitung der Anträge kann erst in den letzten 3 Monaten der Gültigkeit Ihrer Lizenz erfolgen.

Anträge und Fragen senden Sie bitte per E-Mail an die ESAB Lizenzverwaltung unter lizenzen@esab-brandenburg.de

Quelle: ESAB

30.10.2020 Kaum Lockdown-Ausnahmen für märkischen Sport

Brandenburg wird die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz vom Mittwoch ohne größere Änderungen für den Sport übernehmen. Darüber hat das Landeskabinett heute in einer Pressekonferenz informiert. Damit steht das Sportland laut der heute vom Landeskabinett verabschiedeten und ab 2. November gültigen neuen Umgangsverordnung bis Ende November erneut fast vollständig still. Einzig für den Individual- und Spitzensport hat die Landesregierung die Türen nicht komplett geschlossen.

Anders als Berlin, wo der Senat zumindest den Kindern bis 12 Jahren einen Trainingsbetrieb im Freien und in festen Gruppen ermöglicht, untersagt Brandenburg den kompletten Amateursport in und auf allen Sportanlagen. Nur „der Individualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts“ soll möglich sein, wie es Ministerpräsident Dietmar Woidke im Rahmen der Pressekonferenz heute erklärte. Was das genau bedeuten soll und warum Brandenburg einen ungleich strengeren Kurs als Berlin einschlägt, wurde zunächst nicht erläutert.

Entsprechendes Unverständnis herrscht im Sportland. „Es ist schon eine ziemlich große Enttäuschung für alle Vereine des Landes, dass es nicht einmal für die Jüngeren möglich sein wird, im kommenden Monat ihren Sport zu betreiben. Das wird weder den Ansprüchen unserer Kinder noch den Bemühungen der Vereine vor Ort gerecht. Schließlich haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Ehrenamtliche überall in den Vereinen viel Zeit und enorm viel Kraft in die Hygienekonzepte und deren Umsetzung gesteckt. Und das mit Erfolg“, erklärt Andreas Gerlach, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Brandenburg e.V.. Zudem sieht er auch in der erneut unterschiedlichen Ausrichtung der Maßnahmen durch die Bundesländer Probleme: „Es ist wiederum äußerst unglücklich, dass in Brandenburg verboten ist, was in Berlin erlaubt wird.“

Auch deswegen hätte er sich eine noch intensivere Einbeziehung des Landessportbundes und seiner Mitglieder im Vorfeld der Erarbeitung der neuen Corona-Maßnahmen gewünscht.

Laut neuer Regelungen wird es in den kommenden Novembertagen nun aber immerhin Ausnahmen im Individualsport – wie oben beschrieben – sowie für den „Trainings- und Wettkampfbetrieb der Berufssportlerinnen und -sportler, der Bundesligateams sowie der Kaderathletinnen und -athleten der olympischen und paralympischen Sportarten an Bundes-, Landes- oder Olympiastützpunkten“, so Woidke, geben. Außerdem ist der Schulsport nicht vom Verbot betroffen.

Sobald die heute beschlossene Umgangsverordnung mit den konkreten und rechtsverbindlichen Fakten veröffentlicht wird, werden wir sie auf unserer Seite verlinken.

Quelle: Landessportbund Brandenburg

29.10.2020 Corona-Maßnahmen des Bundes: Sportland steht erneut still
Es ist ein herber Rückschlag für das Sportland:

Ab kommenden Montag, 2. November, ist der komplette Trainings- und Wettkampfbetrieb der mehr als 3.000 Brandenburger Sportvereine aufgrund der Corona-Pandemie für mindestens einen Monat erneut auf Eis gelegt – und mit ihnen der aller deutschen Amateurvereine. Darüber verständigte sich heute die Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie weiteren Mitgliedern des Bundeskabinetts. Am Freitag will die Brandenburger Landesregierung in einer Sondersitzung die entsprechenden Änderungen in die märkische Corona-Umgangsverordnung integrieren. Individualsport allein, zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Hausstands bleibt jedoch möglich. Mit den Maßnahmen sollen die aktuell steigenden Infektionszahlen in Deutschland wieder gesenkt werden.

Für die mehr als 355.000 märkischen Sportlerinnen und Sportler bedeutet diese Nachricht einen absoluten Rückschlag. Monatelang hatten sie Hygienekonzepte erfolgreich entwickelt und diszipliniert befolgt, um den Sport für alle Brandenburger erlebbar zu machen. LSB-Vorstandsvorsitzender Andreas Gerlach: „Die Gesundheit der Menschen steht an erster Stelle und die Entscheidung ist im Zusammenhang mit allen anderen Maßnahmen nachvollziehbar. Dennoch ist es deprimierend, dass die diszipliniert handelnden Sportvereine nun für die zwischenzeitlich aufgetretene Sorglosigkeit, die Reisewut und den Leichtsinn Weniger bestraft werden. Die Kontrolle der beschlossenen Maßnahmen muss ernster genommen und die möglichen Sanktionen angewandt werden. Wir bitten die Vereinsmitglieder, trotz der maßlosen Enttäuschung, auch weiterhin so diszipliniert und verständnisvoll zu sein wie bisher und vor allem zu ihrem Verein zu stehen.“

Nach dem ersten kompletten Lockdown im März hatte das Sportland nur langsam und nur Schritt für Schritt wieder in einen Alltag gefunden. Letztlich dauerte es bis Anfang September, bis auch die letzten Aktiven im Indoor-Bereich wieder zurück in die Hallen konnten. Nun also sind diese wieder verwaist – genauso wie alle Sportplätze, Laufbahnen und Schwimmhallen. 

Quelle: Landessportbund Brandenburg

23.10.2020 Bundesweites DOSB-Hygienekonzept
DOSB entwickelt vom TÜV Rheinland geprüftes Hygienekonzept für den nationalen Wettkampf- und Spielbetrieb

Sichere Sportveranstaltungen in Zeiten der Pandemie: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) legt ein nationales Hygiene-Rahmenkonzept für den Wettkampf- und Spielbetrieb von SPORTDEUTSCHLAND vor. Das Konzept basiert auf den zehn „DOSB-Leitplanken“ aus dem Frühjahr diesen Jahres zum Wiedereinstieg ins vereinsbasierte Sporttreiben nach dem Lockdown, den über 60 sportartspezifischen Übergangs-Regeln der Spitzenverbände und zahlreichen auch international anerkannten Hygiene-Konzepten von Verbänden und Veranstaltern in Deutschland. Der DOSB hat gemeinsam mit dem erfahrenen Dienstleister APA in einem Hygiene-Rahmenkonzept die Erfahrungen im Sport im Sinne bewährter Best-Practice-Beispiele aufbereitet und mit einer einheitlichen Bildsprache versehen sowie einer Prüfung durch den TÜV Rheinland unterzogen.

„Die Gesundheit der Sportler*innen und der gesamten Gesellschaft hat weiterhin höchste Priorität. In Zeiten der anhaltenden Pandemie bedeutet dies auch, dass wir durch ein höchst verantwortungsvolles Sporttreiben und perfekt organisierte Sportveranstaltungen mit Hygiene-Konzepten einen wertvollen Beitrag leisten und gleichzeitig die einzigartige Vielfalt des organisierten Sports in Deutschland schützen können“, erklärte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

„In den Befragungen unserer Mitgliedsorganisationen hat sich deutlich herausgestellt, dass der Verlust von Sportveranstaltungen über alle Ebenen mittel- und langfristig große Existenzsorgen auslöst. Daher wollen wir mit diesem heute vorgelegten bundesweiten Hygiene-Rahmenkonzept Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Gleichzeitig werben wir gegenüber Politik und Verwaltungen für die breite Akzeptanz dieser geprüften Standards“, sagte Hörmann. „Der Sport hat und wird sich auch weiterhin konsequent und diszipliniert an die Regeln halten und ist nachweislich kein Infektionstreiber. Mit diesen national einheitlichen DOSB-Standards ermöglichen wir allen Verantwortungsträgern, auf abgesicherter Grundlage verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.“

Dazu trägt die Einbindung des TÜV Rheinland als unabhängiger Dienstleister bei, der das Konzept einer intensiven Prüfung unterzogen hat:

„Für TÜV Rheinland“, so Prokurist und Regional Field Manager Olaf Seiche, „war die Prüfung der DOSB-Hygienestandards aufgrund der Komplexität ein wichtiges und anspruchsvolles Projekt. Durch die professionelle Aufbereitung, bei der sowohl der DOSB, als Dachverband von Sportdeutschland, aber auch APA mit ihrer 35-jährigen Erfahrung im Sportveranstaltungs-Geschäft ihre Expertise einbringen konnten, war es uns möglich, diese wichtigen Hygienestandards zügig zu bewerten. TÜV Rheinland wird sich auch künftig national wie international bei derlei wichtigen Hygienestandard-Prüfungen einbringen.“

Das Hygiene-Rahmenkonzept ist ein zentraler Basisbaustein (siehe Grafik im Konzept). Je nach Art und Größe der Veranstaltung, vom Sportfest im Verein bis zur Durchführung einer Weltmeisterschaft, können die Veranstalter eigenständig sportartspezifische und veranstaltungsspezifische Bausteine ergänzen. Neben generellen Vorgaben bieten die Basisstandards den Veranstaltern für alle Zielgruppen (Athlet*innen, Trainer*innen, Zuschauer*innen, Helfer*innen) eine differenzierte und sichere Begleitung durch alle Phasen einer Veranstaltung, von der Anmeldung und Anreise bis zum sicheren Verlassen des Veranstaltungsortes und einer dokumentierten Kontaktnachverfolgung. Mit Hilfe von Grafiken und erläuternden Texten geben die DOSB-Standards Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen wertvolle Hinweise zum Verhalten in allen relevanten Situationen vor, während und nach einer Veranstaltung.

Das komplette DOSB-Hygiene-Rahmenkonzept finden Sie hier

Quelle: DOSB

22.10.2020 Neue Corona-Verordnung hat kaum Sport-Auswirkungen
Die neue Corona-Umgangsverordnung des Landes Brandenburg,

über die die Landesregierung gestern Nachmittag informiert hat und die ab dem 21.10.2020 gültig ist, bringt keine gravierenden Veränderungen für Sportvereine und Aktive mit sich.

Der entsprechende Paragraph 9, der seit 5. September in Kraft ist, blieb unberührt. Somit gelten die bisherigen Regelungen weiter: Der Sport im Indoor- und Outdoorbereich ist ohne Einschränkungen möglich. Einzige Ausnahme bleibt die Sportausübung in geschlossenen Räumen für über 27-Jährige. Hier sind feststehende Gruppen im Mannschaftssport von höchstens 30 Personen sowie im Individualsport von höchstens fünf Personen zu bilden. Der Landessportbund und viele seiner Mitglieder hatten sich zuvor vehement für diese Lockerungen eingesetzt.
Eine Hilfe bei der Interpretation der Regeln stellt das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport auf seiner Internetseite bereit.

Indirekten Auswirkungen für den Sport könnten allerdings die neuen und seit heute gültigen Regeln für den Veranstaltungsbereich bringen. Das betrifft insbesondere die Zahl von Teilnehmern, wenn vor Ort ein bestimmter Inzidenzwert überschritten wird.
Außerdem gilt bei Sportgroßveranstaltungen: Oberhalb einer absoluten Zahl von 1.000 Gästen sind 20 Prozent der regulären Besucher-Gesamtkapazität der jeweiligen Veranstaltungseinrichtung zulässig. Dies wird bei einer Kapazität ab 5.000 Plätzen relevant.

 
04.09.2020 Neue Umgangsverordung ist veröffentlicht

https://bravors.brandenburg.de/verordnungen/sars_cov_2_umgv

 

§ 9 Sport

(1) Betreiberinnen und Betreiber von öffentlichen und privaten Sportanlagen in geschlossenen Räumen haben die Einhaltung des § 3 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 und 5 sicherzustellen. Darüber hinaus haben sie sicherzustellen, dass

  1. die reine Sportausübung vorbehaltlich des Satzes 3 und des § 1 Absatz 2 Satz 2 kontaktfrei erfolgt,
  2. regelmäßig die im jeweiligen Einzelfall erforderlichen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen ergriffen werden, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Geräten.

Satz 2 Nummer 1 gilt nicht für die reine Sportausübung

  1. in festen Gruppen im Mannschaftssport von höchstens 30 Personen und im Individualsport von höchstens fünf Personen,
  2. beim Wettkampfbetrieb in Sportarten, bei deren Ausübung die Abstandsregelung nach § 1 Absatz 2 Satz 1 sportartbedingt nicht eingehalten werden kann.

Bei Wettkämpfen dürfen vorbehaltlich des Absatzes 3 höchstens 100 Personen (Wettkampfteilnehmende und Funktionspersonal) zeitgleich anwesend sein. Die Sätze 1 bis 4 gelten entsprechend für Betreiberinnen und Betreiber von Schwimmbädern, Spaß- und Freizeitbädern, Thermalbädern und sonstigen Badeanlagen in geschlossenen Räumen sowie von Trockensaunen; diese sind ohne Aufgüsse zu betreiben.

(2) Betreiberinnen und Betreiber von öffentlichen und privaten Sportanlagen unter freiem Himmel haben die Einhaltung des § 3 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 und des Absatzes 1 Satz 2 mit der Maßgabe sicherzustellen, dass die reine Sportausübung unter freiem Himmel vom allgemeinen Abstandsgebot nach § 1 Absatz 2 Satz 1 ausgenommen ist. Sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Sportlerinnen und Sportlern unterschritten wird, haben die Betreiberinnen und Betreiber zusätzlich die Einhaltung des § 3 Absatz 1 Satz 1 Nummer 5 sicherzustellen; dies gilt nicht in den Fällen des § 1 Absatz 2 Satz 2. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend für Freibäder, Schwimm- oder Badeteiche und sonstige Badeanlagen unter freiem Himmel sowie ausgewiesene Badegewässer.

(3) Für den Trainings- und Wettkampfbetrieb der Berufssportlerinnen und ‑sportler, der Bundesligateams sowie der Kaderathletinnen und -athleten der olympischen und paralympischen Sportarten an Bundes-, Landes- oder Olympiastützpunkten, der im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet, gilt nur Absatz 1 Satz 2 Nummer 2.

(4) Der Betrieb von Dampfsaunen, Dampfbädern und ähnlichen Einrichtungen ist untersagt.

(5) Die Absätze 1 bis 3 gelten nicht für den Schulbetrieb sowie für Lehrveranstaltungen in der Sportpraxis an Hochschulen.

Endlich: Ab 5. September dürfen alle Sportler wieder ran

Das Warten hat ein Ende: Ab diesem Sonnabend können auch unter dem Hallendach wieder alle Sportlerinnen und Sportler ihrer Leidenschaft nachgehen. Nachdem der Landessportbund und große Teile des Sportlandes immer vehementer ein Ende des Verbots von Indoor-Kontaktsportarten für über 27-Jährige gefordert hatten, hat die Landesregierung nun reagiert und wird dieses mit der neuen Umgangsverordnung aufheben. Damit können ab 5. September Volley- und Handballer endlich genauso wieder auf das Parkett zurückkehren wie Ringer oder Judoka auf ihre Matten.

Das Abstandsgebot während des Sports wird allerdings nur unter bestimmten Bedingungen aufgehoben. Wie Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke heute informierte, gelte die Ausnahme nur „für feststehende Gruppen im Mannschaftssport von höchstens 30 Personen“ sowie „im Individualsport für höchstens fünf Personen“. In einer Pressemitteilung der Staatskanzlei heißt es außerdem: „Für den Wettkampfbetrieb in Sportarten, in denen die Einhaltung der Abstandsregelungen bei der Sportausübung unmöglich ist, gilt nun, dass bei Wettkämpfen in geschlossenen Räumen höchstens 100 Personen (Wettkampfteilnehmende und Funktionspersonal) zeitgleich anwesend sein dürfen. Aber: Die Ausnahme vom allgemeinen Abstandsgebot gilt nur für die reine Sportausübung.“

Wolfgang Neubert, Präsident des Landessportbundes Brandenburg, sieht in der Entscheidung der Landesregierung die längst überfällige Freigabe für die märkischen Sportlerinnen und Sportler, die mit Geduld und Disziplin die monatelangen Einschränkungen und Verbote im Rahmen der Pandemie-Maßnahmen mitgetragen haben. „Damit geht eine sehr lange Zeit des Verzichts für unsere Aktiven zu Ende. Natürlich hätte ich mir – genauso wie die meisten Sportlerinnen und Sportler bei uns in Brandenburg – gewünscht, dass diese wichtige und richtige Entscheidung früher gefallen wäre. Zuletzt war das Verbot für Ältere einfach nicht mehr logisch nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz freue ich mich, dass wir in zahlreichen Gesprächen unsere Landesregierung letztlich überzeugen konnten und wir nun alle gemeinsam einen weiteren Schritt in Richtung Normalität gehen können.“ Zugleich rief er alle Sportlerinnen und Sportler auf, weiter die elementaren Hygienemaßnahmen im Kampf gegen die Pandemie zu befolgen.

Quelle: Landessportbund Brandenburg

Corona-FAQ des Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Stand: 23.07.2020
Das MBJS bietet auf seine Homepage eine Übersicht an, was für den Vereinssport aktuell möglich ist:
 
https://mbjs.brandenburg.de/kinder-und-jugend/weitere-themen/corona-aktuell.html
 
 
Hinweise für Betreiber von Sportanlagen unter freiem Himmel:

Betreiber von Sportanlagen unter freiem Himmel müssen kein Hygienekonzept aufschreiben, jedoch durch organisatorische oder technische Maßnahmen Folgendes sicherstellen:

  • Die reine Sportausübung unter freiem Himmel ist vom allgemeinen Abstandsgebot ausgenommen. Das heißt, der Abstand zwischen Personen von 1,5 Meter darf unterschritten werden.
  • Der Zutritt und der Aufenthalt von Personen muss gesteuert und beschränkt sein.
  • Anwesenheitslisten sind nicht durch die Umgangsverordnung vorgeschrieben.
  • Es sind regelmäßig Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen, insbesondere, wenn Geräte gemeinsam genutzt werden.
  • Der Betreiber kann jedoch eigenständig festlegen, welche strengeren Regeln gelten.

Die Befreiung vom Abstandsgebot bedeutet, dass Training und Wettkampf unter freiem Himmel wieder möglich ist. In Duschen, Waschräumen und Umkleideräumen ist jedoch strikt das Abstandsgebot einzuhalten, auch auf der Trainerbank und außerhalb des Spielfeldes. Nur die reine Sportausübung ist vom Abstandsgebot befreit.

Ist für die Öffnung der Sportanlage eine Genehmigung erforderlich?
Nein, für die Nutzung von Sportanlagen ist keine Genehmigung erforderlich. Das Hygienekonzept des oder der Betreiberin muss nicht beim zuständigen Gesundheitsamt zur Genehmigung vorgelegt werden.

 

Hinweise für Betreiber von geschlossenen Sportanlagen:

Betreiber von geschlossenen Sportanlage müssen ein Hygienekonzept erstellen, das Folgendes beinhaltet:

  • Regelungen zur Einhaltung des allgemeinen Abstandsgebotes: Zwischen Personen muss stets ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden (sofern sie noch dem Abstandsgebot unterliegen, vgl. § 1 Abs. 2).
  • Das Konzept muss eine Zutritt- und Aufenthaltsregelung enthalten. Es darf keinen ungesteuerten Zutritt geben.
  • Der Austausch der Raumluft durch Frischluft hat regelmäßigen zu erfolgen. Raumlufttechnische Anlagen dürfen nur ohne Umluft betrieben werden.
  • Personendaten müssen in einer Anwesenheitsliste mit Vor- und Familienname und Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung erfasst werden. Die Anwesenheitsliste ist für die Dauer von vier Wochen unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften aufzubewahren.
  • Die Sportausübung hat kontaktfrei zu erfolgen. Kontakt bei der Sportausübung ist jedoch für die Personen untereinander erlaubt, die vom allgemeinen Abstandsgebot in § 1 ausgenommen sind:
    • Ehe- oder Lebenspartner, Angehörige des eigenen Haushalts,
    • Eigene Kinder (Personen, für die ein Sorge- oder gesetzliches oder gerichtlich angeordnetes Umgangsrecht besteht),
    • Kinder und Erwachsene, die im Rahmen der Kindertagesbetreuung Sportanlagen nutzen oder Sport treiben,
    • Kinder und Erwachsene, die im Rahmen der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit oder der Hilfen zur Erziehung (SGB VIII) Sport treiben,
    • Personen, die im Rahmen des Schulbetriebs Sport ausüben (Achtung! zwischen ausschließlich Erwachsenen gilt weiter das Abstandsgebot; nur kontaktloser Sport zulässig).
    • Es sind regelmäßig Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen, insbesondere, wenn Geräte gemeinsam genutzt werden.

Ist für die Öffnung der Sportanlage eine Genehmigung erforderlich?
Nein, für die Nutzung von Sportanlagen ist keine Genehmigung erforderlich. Das Hygienekonzept des oder der Betreiberin muss nicht beim zuständigen Gesundheitsamt zur Genehmigung vorgelegt werden.

 

Sport in geschlossenen Räumen:

Im Innenbereich müssen über 27-jährige mindestens 1,5 Meter Abstand halten zu Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören. Das allgemeine Abstandsgebot wird eingehalten, wenn zu keinem Zeitpunkt der sportlichen Betätigung ein körperlicher Kontakt zu anderen Mitsporttreibenden erfolgt. Für über 27-jährige gilt: Übungen in geschlossenen Räumen also nur auf Abstand, ohne sich zu berühren. Keine direkten körperlichen Hilfestellungen.

Das heißt beispielsweise, dass das Fußball- oder Handballtraining in Form von Passen, Dribbeln oder Hütchen-Lauf möglich ist. Eine Wettkampfsimulation, die zu Berührungen führen kann, z.B. in Form von Zweikämpfen bleibt untersagt. In Zweikampfsportarten kann also nur Individualtraining stattfinden. Verzichtet werden muss auch auf Händeschütteln, Abklatschen, in den Arm nehmen, auf enges Jubeln und enges Trauern zu zweit oder in der Gruppe.

Quelle: MBJS

Neuerungen ab 27.06.2020 - kein Abstand mehr bei Outdoor-Sportarten

Die Abstandsregel für den Kontaktsport der Erwachsenen ist gefallen – allerdings nur für die Outdoor-Sportarten. Das hat das Brandenburger Kabinett am heutigen Nachmittag (26. Juni) beschlossen. Nachdem die Landesregierung bereits Anfang der Woche Kindern und Jugendlichen bis 27 Jahre die Rückkehr in den Trainingsalltag ohne Kontaktbeschränkungen sowohl in der Halle als auch unter freiem Himmel ermöglicht hat, dürfen nun, so wie vom Landessportbund Brandenburg e.V. (LSB) gefordert, ab dem 27. Juni auch die Älteren wieder ohne die Abstandsregel Sport treiben – jedoch mit schmerzhaften Ausnahmen für das Sportland. Denn für alle Hallensportarten gilt weiter: Abstand halten. Diese, angesichts der jüngsten Pandemie-Entwicklungen in Brandenburg aus LSB-Sicht, unverständliche Einschränkung trübt die Freude des Sportlandes über den weiteren, kleinen Schritt auf dem Weg zur vollständigen Rückkehr des märkischen Sports.

LSB-Vorstandsvorsitzender Andreas Gerlach: „Die Entscheidung, die Einschränkungen bei den Indoorsportarten für Erwachsene aufrecht zu erhalten, ist eine Enttäuschung für die vielen Sportfreunde, die bislang sehr diszipliniert die vielfältigen notwendigen Regelungen befolgt haben. Besonders zu kritisieren ist auch der lange Zeitraum, bis 15. August, für den die nun gültige Regelung festgeschrieben ist. Festlegungen in Sachsen oder Baden-Württemberg zeugen von mehr Vertrauen in die Sportvereine. Hier sollte dringend nochmal nachgedacht und auch zeitnah nachjustiert werden.“

Trotz aller bisherigen Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen appelliert Gerlach weiter an die Gewissenhaftigkeit der mehr als 355.000 Aktiven im Sportland und sieht die Brandenburger Vereine nach wie vor für die besonderen Anforderungen gerüstet. „Unsere Sportlerinnen und Sportler haben alle Maßnahmen im Kampf gegen Covid 19 mit- und damit ihren Teil zum bisherigen Erfolg beigetragen. Die Vereine wissen um ihre Verantwortung, die Hygienemaßnahmen vor Ort weiterhin so erfolgreich umzusetzen wie bisher.“ Auch das Führen der Kontaktlisten ist für die Sporttreibenden weiterhin unabdingbar.

Quelle: Landessportbund Brandenburg

Jugendarbeit im Sport ohne Mindestabstand möglich
Stand: 23.06.2020
 

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat am 20.06.2020 eine für den Sport erfreuliche Pressemitteilung veröffentlicht.

Hier heißt es: „Angebote der Sportvereine für junge Menschen sind Jugendarbeit im Sinne des  Sozialgesetzbuches (SGB VIII). Dort ist die Jugendarbeit in Sport, Spiel und Geselligkeit ausdrücklich als ein Schwerpunkt der Jugendarbeit genannt. Daraus folgt, dass sämtliche sportlichen und bewegungsorientierten Angebote der Sportvereine nicht dem Abstandsgebot unterliegen, auch nicht auf Sportanlagen Jugendarbeit erfasst Kinder, Jugendliche und junge Heranwachsende bis zum 27. Lebensjahr.“ https://mbjs.brandenburg.de/aktuelles/pressemitteilungen.html?news=bb1.c.670456.de

 

Erste Versuche von Vereinen des Landkreises diese Aussage umzusetzen sind bereits an den Auffassungen der jeweils zuständigen Rechtsämter gescheitert. Wichtig bei der jetzigen Situation ist die Tatsache, dass das Ministerium die Angebote der Sportvereine als Jugendarbeit im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB VIII) beschreibt.

 

Damit greift § 1 Abs 2 Satz 3 der Covid 19 Umgangsverordnung: „Zwischen Personen ist im öffentlichen und privaten Bereich grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Satz 1 gilt nicht in den Bereichen der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und der Hilfen zur Erziehung im Sinne des Achten Buches Sozialgesetzbuch“

https://www.landesrecht.brandenburg.de/dislservice/public/gvbldetail.jsp?id=8667

 

Für Rechtssicherheit beachten Sie bitte das PDF Dokument des MBSJ, welches diese Auffassung nochmal deutlich macht und in dem darum gebeten wird, diese Rechtsauffassung den Mitgliedsverbänden bekannt zu machen, damit Handlungssicherheit für die Gestaltung der Freizeitangebote auch in den Sommerferien besteht.

 

  • Kontaktieren Sie Ihre Kommunen bzw. leiten Sie dieses Schreiben weiter, wenn Sie Ihre Jugendarbeit wieder starten wollen
  • Geben Sie dem Kreissportbund eine Rückmeldung wie die Situation bei Ihnen vor Ort ist
Hilfestellungen für die Rückkehr zum Sportbetrieb

Wir empfehlen den Vereinen, sich mit dem Träger der jeweiligen Sportstätte abzustimmen und die Rahmenbedingungen für die Öffnung abzustimmen. Alle Spitzensportverbände haben hierfür Übergangsregeln zur Verfügung gestellt

Weiterhin empfehlen wir einen Blick in die folgenden Wegweiser und Leitfäden:

Weitere Hilfestellungen können im Vereins-. Informations-. Beratungs- und. Schulungs-. System gefunden werden.

Änderungen Vereinsrecht - Beschluss des Bundestages

Die Auswirkungen des Corona-Virus haben alle Bereiche des öffentlichen und des Privatlebens ergriffen und haben auch rechtlich erhebliche Auswirkungen. Dies haben auch Vereine und Verbände gemerkt, als der Betrieb von heute auf morgen fast auf null heruntergefahren werden musste. Die Folge waren rechtliche Fragen und Probleme in allen Bereichen, wie dies auch in der Privatwirtschaft der Fall ist. Viele Fragen konnten z.B. anhand der Satzung nicht gelöst werden.

Der Bundestag hat daher in einem Eilverfahren am 25. März 2020 diverse Änderungen im Vereinsrecht beschlossen, die im Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-Insolvenz- und Strafverfahrensrecht zusammengefasst sind (Bundestag-Drucksache 19/18110 v. 24.3.2020). Mit Zustimmung des Bundesrates am 27. März und der Veröffentlichung im Bundesanzeiger am selben Tag ist das Gesetz am 28. März 2020 in Kraft getreten.

Die Führungsakademie des DOSB hat hierzu ein Rechtstelegramm veröffentlicht, welches über den nachfolgenden Link bezogen werden kann.

Rettungsschirm des Landes Brandenburg

Für satzungsgemäße und gemeinnützige Tätigkeit

Sportvereine des Landes Brandenburg, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten und in ihrer Existenz bedroht sind, können hier Soforthilfe beantragen. Die Soforthilfe wird als Festbetrag gewährt. Sie entspricht der Finanzierungslücke, die sich aus den laufenden Kosten für den Notbetrieb des Vereins nach Abzug aller verfügbaren Einnahmen ergibt (z.B. Zuwendungen, sonstige Corona-Soforthilfen, Kurzarbeitergeld). Als Notbetrieb ist der vom regulären Betrieb abweichende und in der Regel auf ein Minimum zum Erhalt der Existenz eingeschränkte Betrieb zu verstehen. Zur Ermittlung der Finanzierungslücke sind alle im Rahmen des Notbetriebs erforderlichen Kosten und die ihnen gegenüberstehenden Deckungsmöglichkeiten auf Basis des Monats der Antragstellung anzugeben.

Antrag „Corona-Soforthilfe für Sportvereine“

Richtlinie des MBJS zur Gewährung einer Corona-Soforthilfe

FAQ zur „Corona-Soforthilfe für Sportvereine“ 

Allgemeine FAQ zur „Corona-Soforthilfe“ 

Bitte senden Sie dieses Formblatt ausschließlich per E-Mail an coronahilfe@lsb-brandenburg.de. Pro Verein darf nur ein Antrag eingereicht werden.

Um eine möglichst zügige Bearbeitung aller Anträge zu ermöglichen, bitten wir, von Nachfragen zum Bearbeitungsstand abzusehen.

Soforthilfeprogramm der ILB
Vereinsführung, Mitarbeiter, Finanzen, Vereinsrecht, Sportbetrieb, Versicherung, Gesundheitssport
Kurzarbeit